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Ein Sommer hinter den Kulissen

York ist eine kleine, historische, typisch englische Stadt. Mit einem Flüsschen, einer Stadtmauer und dem Minster durchaus vergleichbar mit Münster. Vielleicht ist dies auch der Grund unserer Partnerschaft zu York.

Die Abteilung Bekleidung initiierte, unter der Obhut von Frau Vogel, eine Klassenfahrt nach York und schon zu diesem Zeitpunkt war ich hellauf begeistert von dieser schönen Stadt und schnell war mir bewusst, dass ich noch mal zurückkommen würde.

So ereignete es sich schneller als gedacht, dass sich mir im vergangenen Juli ein Praktikum im Zuge meiner Schneiderausbildung in York ermöglichte. Ich verließ meine herzallerliebste Münsteraner Schneiderei und flog nach England um für ein großes "Open-Air-Theatre" zu arbeiten, welches sich "The York-Mystery Plays" nannte. Die Leute empfingen mich im regnerischen England mit offenen Armen und ich kam schnell mit ihnen in Kontakt, obwohl mein Englisch nicht perfekt war.

In den ersten Wochen arbeiteten wir in dem so genannten Workshop mit vielen unterschiedlichen Leuten. Professionelle Kostümschneider, sowie freiwillige Laien saßen ununterbrochen an einem Dutzend Nähmaschinen. Es herrschte ein angenehmes, kreatives Chaos. Zwischendurch gab es Anproben der Theaterschauspieler und immer wieder Änderungen der Kostüme. Ich, als deutsche Praktikantin, hatte sogar die Ehre ein Kostüm vollständig zu fertigen. Dieses befindet sich nun in der den Händen des "Theatre Royal"- Fundus!

In den folgenden Wochen arbeiteten wir dann in Zelten vor Ort, an der Bühne. Es war beindruckend die 500 Schauspieler bei den Proben zu sehen. Die Theateraufführungen begannen und es gab immer noch viel zu tun. Trotzdem hatte ich genügend Zeit, das kulturelle Leben zu genießen. Ob Shoppingtouren auf dem Flohmarkt oder in der Stadt, Konzert- oder Museumsbesuche, ich habe die Zeit in England, fern von meinem täglichen Arbeitsalltag, sehr genossen und dazu noch viel gelernt.

Durch das Praktikum habe ich erfahren, in welche berufliche Richtung ich einmal gehen möchte und sogar mein Englisch hat sich verbessert.

Ich würde die Möglichkeit des Praktikums während der Ausbildung jederzeit wieder wahrnehmen. Zudem wurde die Reise durch ein Leonardo- Stipendium, organisiert durch die Handwerkskammer Münster, gefördert, was meinen Geldbeutel nicht zu sehr strapazierte.

 Louisa Holdschlag (Bekleider-Oberstufe des Anne-Frank-Berufskollegs 2012)

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