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Neue Koalition aus Conservativen und Liberalen Demokraten regiert Yorks City-Council

Keith Aspden, links, und Chris Steward

York hat mit Chris Steward (35), Vertreter der konservativen Partei, und Keith Aspden (33), Liberaldemokrat, zwei neue Ratsvorsitzende. Bei "liberal/konservativer Koalition" denkt man unweigerlich an David Cameron und Nick Clegg. Doch das Verhältnis zwischen diesen beiden ist ein völlig anderes.

Nicht nur, dass die Anzahl der Sitze im Parlament gleichmäßiger verteilt ist als zu Zeiten Cleggs und Camerons, in denen Letzterer stets die Oberhand hatte. Auch die Arbeitsweise der beiden Yorker harmoniert augenscheinlich: Beide Männer pflegen ein entspanntes Verhältnis zueinander. Trotz des gegebenen Potenzials für Unstimmigkeiten aufgrund der gleichmäßig verteilten Sitze sind beide optimistisch und von einer guten Zusammenarbeit für die nächsten vier Jahre überzeugt. Es wurde bereits ein 12-Punkte-Plan erstellt, der im Juli zusammen mit der neuen Haushaltsplanung noch einmal detaillierter vorgestellt werden soll.

Chris SDteward, links, und Keith Aspden

Laut Steward gibt es einiges zu ändern. So soll unter anderem mehr in lokale Dienstleistungen für Bürger, statt in große, teure Projekte investiert werden. Auch sollen mehr Gelder in Bezirksausschüsse fließen, und Grünanlagen geschützt werden.

Der 12-Punkte-Plan umfasst unter anderem folgende Aspekte:

Der Bebauungsplan Einer der Hauptgründe für die entstandene Koalition war der, dass man sich mit Labour nicht auf einen Bebauungsplan habe einigen können. Die Conservativen hingegen seien ebenso bestrebt Yorks Grünflächen zu erhalten, wie die Liberaldemokraten. Dadurch reduziert sich die Zahl der Häuser, die in York neu gebaut werden sollen. Labour sprach bisweilen von 1100 neuen Häusern pro Jahr, um dem Bedarf gerecht zu werden. Conservative und Liberaldemokraten gehen hingegen von nicht mehr als 800 aus. Der Fokus soll auf dem Ausbau von Industriebrach- und Grünflächen liegen. Dennoch werden nicht alle Pläne Labours von der neuen Ratsmehrheit verworfen. da das Meiste weitaus weniger kontrovers ist. Vielmehr soll das alte Konzept überarbeitet werden.

Industriebrache in York

Hilfsangebote vor Ort Ein weiteres Ziel der neuen Koalition sei es, einen größeren Fokus auf die Instandsetzung von Straßen und deren Sauberkeit zu legen. Es wird sich auch um einen engeren Kontakt und ein besseres Verhältnis zu Yorks Einwohnern bemüht. Anfragen oder Beschwerden bei der Stadt sollen schneller bearbeitet werden. Dabei nimmt sich Steward diesbezüglich geäußerte Kritiken zu Herzen.

Die innerstädtischen 30-er-Zonen sollen nicht weiter finanziert werden, nachdem bereits mehr als 600 000 Pfund in das Projekt eingeflossen sind. Die unter Labour eingeführten, bereits existierenden Zonen sollen zwar weiterhin bestehen bleiben, es soll jedoch keine Erweiterung des Projekts in Randstädte wie Copmanthorpe und Strensall geben.

Befristet eingestellte Verwaltungskräfte Unter Labour sei es zu ungewöhnlich hohen Ausgaben für kurzzeitig eingestellte Führungskräfte mit einem Tagessatz von 500 bis 700 Pfund gekommen. So etwas möchte die neue Koalition unterbinden. Vielmehr sollen bereits längerfristig angestellte Mitarbeiter berücksichtigt und zu angemessenen Gehältern in höhere Positionen übernommen werden. Diese Maßnahme spart nicht nur Geld, sondern garantiert gleichzeitig auch Kontinuität in der Besetzung der Posten.

Liberaldemokraten und Konservative planen eine Wiedereinführung von Bezirksausschüssen. Nicht nur das: Sie sollen auch erhebliche finanzielle Zuschüsse erhalten. Dabei soll jeder Bezirk ein eigenes Komitee erhalten, das von Ratsmitgliedern geführt wird. Ziel sei es, auf diese Weise mehr Leute an Entscheidungen zu beteiligen, wie die Gelder verteilt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Liste ist der Erhalt des Kinder- und Jugenddienstes des Castlegate Centres. Dort erhalten Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren kostenlose Informationen, Unterstützung und Beratung, im schulischen, beruflichen sowie privaten Bereich. Die Anlaufstelle bleibt allerdings nicht zwangsläufig im Castlegate Centre, sondern soll in ein Gebäude verlagert werden, in dem sich junge Leute wohl fühlen.

Des Weiteren sollen lokale Unternehmen angehalten werden die hiesigen Löhne zahlen und man möchte ein diesem Zusammenhang enger mit dem Kleinunternehmerverband (Federation of Small Business) und der Handelskammer (Chamber of Commerce) zusammenarbeiten. Zudem soll es einfacher für Unternehmen werden, mit dem Rat in Kontakt zu treten und zu interagieren.

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