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Fahrt 2014 - Tag 6: Samstag, 19.07.2014

 

Eisenbahnmuseum

 

Nach dem Verladen der Koffer geriet unser schöner Bus plötzlich in Schieflage, die Seitentür machte Schwierigkeiten, und ein Vorderrad hatte keine Bodenhaftung mehr – warum auch immer. Mit Wagenheber, körperlichem Einsatz einiger Männer und den Holzkeilen der Familie Wood schaffte es Klaus zum Glück, sein Gefährt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, die vertrackte Tür blieb aber sicherheitshalber bis Münster geschlossen.
Einige Münsteraner wollten noch einmal in die Stadt, die meisten fuhren aber mit zur Rennbahn, wo ein Car Boot Sale / Flohmarkt um 5 Uhr früh begonnen hatte. Um 11 Uhr bei einsetzendem Regen war nicht mehr viel los. Ein paar Kleinigkeiten wurden aber doch erstanden – Ohrclips für ein Pfund, da konnte ich nicht widerstehen. Das größte und merkwürdigste Stück, das gerade noch Platz unten im Bus fand, war zweifellos ein Kaminaufsatz - einer Freiluftschachfigur nicht unähnlich. Die abgebrochenen Ecke haben die neuen Besitzer hoffentlich zu Hause wieder ankleben können. Draußen wurde es immer ungemütlicher, und mit der Programmänderung 'Eisenbahnmuseum,' sehr sehenswert und dazu noch kostenlos, waren alle einverstanden. Die Sammlung der auf Hochglanz polierten Lokomotiven und den nachgebauten Bahnsteig mit mehreren Salonwagen englischer Könige – mehr wollte ich bei meinem 3. Besuch im 'National Railway Museum' gar nicht sehen. Mich lockten Tea und Scones.
Um 14 Uhr wurden die Stadtbummler am Minster-Rendezvous aufgelesen, und ein paar Yorker Freunde winkten uns zum Abschied.
Auf dem Weg nach Hull machten wir noch Station in Selby Abbey, einer bedeutenden mittelalterlichen Abtei.
Die Kirche ist berühmt für ihr Washington-Fenster aus dem 14.Jh , dessen Sterne Grundlage für das Muster der amerikanischen Flagge sein sollen.
Vorbei an der imposanten Humber Bridge, der zweitgrößten freitragenden Brücke der Welt, ging es weiter nach Hull, wo unsere Fähre schon auf uns wartete. Wer hätte gedacht, dass wir beim Verlassen des schönen Yorkshire noch mit zeitraubenden Gepäckkontrollen behelligt würden! Wir sind doch in der EU !
Security-Beamte suchten sechs Freiwillige, die abgetastet und deren Koffer durchwühlt wurden – unbehandschuhte Männerhände in der Damenwäsche – gefunden wurde natürlich nichts. Mit dem Sicherheitsdienst machte am nächsten Morgen noch eine unserer Newbies Bekanntschaft – ausgerechnet Claudia, das Geburtstagskind des Tages! Jemand donnerte gegen ihre Tür, als sie noch gar nicht richtig angezogen war. “Police, open the door “- ein Scherz ?
Des Rätsels Lösung : Der Dampf der heißen Dusche hatte Feueralarm in der Schaltzentrale ausgelöst. Ansonsten verlief die Überfahrt mit der 'Pride of Hull' glatt.
Als wir in Rotterdam wieder festen Boden unter den Füßen hatten, konnte das Geburtstagskind auch lachen und sich über das Geburtstagskonzert im Bus freuen.

Mauritshuis den Haag

Der letzte kulturelle Höhepunkt unserer Heimfahrt war das nach umfangreichen Modernisierungs-arbeiten  neu eröffnete Mauritshuis in Den Haag mit der königlichen Gemäldesammlung, vorwiegend  Meister des  17. Jh.. Und da war endlich das Bild zu sehen, das wir bisher immer verpasst hatten, Vermeers 'Mädchen mit dem Perlenohrring'. Mich freute auch die Begegnung mit einem kleinen Distelfinken im schwarzen Rahmen des weniger bekannten Carel Fabritius – Inspiration für Donna Tartts neuen Bestseller 'The Goldfinch', mit dem ich gerade angefangen habe.

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xxnoxx_zaehler

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